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Gialos, oder Symi-StadtWie in einem Amphitheater gruppieren sich die bunten, pastellfarbenen Häuser, um den tiefen Einschnitt, den Hafen der Insel Symi, herum. Wie aus einem Bilderbuch schlängeln sich unzählige kleine Häuser mit bunt getünchten Wänden, an die felsigen Steilhänge der Küste, herab bis auf die Strasse hinunter zum Stadthafen. Ein Meer aus Licht, Farben und Formen. Dieser Anblick, wenn man in den Hafen einfährt wird sicher auch ihnen unvergesslich bleiben. Es gibt nur einen einzigen richtigen Ort auf Symi. Diesen nennt man Gialos oder auch Symi. Diese Ortschaft ist eine der romantischsten der gesamten Inselgruppe der Dodekanes. Hier findet man auch kleine, gemütliche, traditionelle griechische Restaurants und Cafés, in denen die typische Gastfreundschaft noch ein Stück ausgeprägter als auf den großen Inseln.
Rund um den malerischen Naturhafen führt ein breiter Weg, entlang an imposanten, neoklassistischen Gebäuden. Hier haben sich die meisten Restaurants, Cafés, Bars und Geschäfte angesiedelt. Eindrucksvoll ist die Agios Jannis Kirche, aus dem Jahre 1838. Auf deren angrenzenden Friedhof sich Gräber, im typisch Stil des 19. Jahrhundert befinden. Die Hafenseite, gegenüber dem Kastro, nennt man Muragio. Dort haben sich alle Gebäude des öffentlichen Dienstes, wie Post, Hafenverwaltung usw. angesiedelt. Fast den ganzen Tag über kann man hier die Fischer beobachten, wie sie ihre Netze reparieren und dieselben zum trocknen aufhängen, um nachts wieder auf das Meer, zu fahren. Die rot, blau und bunt angepinselten Fischerboote sind liebevoll gepflegt und warten auf die nächste Ausfahrt. Eigentlich sehen sie eher wie kleine Schmuckstücke aus, aber die Netzhügel und das Geschirr am Bug verraten, dass sie doch noch zum Fischfang genutzt werden. Wenn die Sonne über Symi untergeht, gibt es kaum einen romantischeren Platz als hier direkt am Wasser. In der Zeit zwischen 11.00 Uhr und 15.30 Uhr ist hier immer viel los, weil die Tagestouristen den kleinen Ort füllen. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Platz an der die Kali Strada beginnt, die Bushaltestelle und der Taxistand. Chorio Am Hafenkai rechts vom Zollamt, befindet sich der Platz der Treppen. Dort beginnen die 500, steilen Stufen der ''Kali Strada" was soviel heißt wie gute Straße. Diese führt hinauf nach Chorio, welches damals der Ort des Geschehens war. Sollten ihnen, die Stufen, zu steil und in der Sommerhitze zu anstrengend sein, können Sie die Chorio auch mit dem Bus oder dem Taxi erreichen. Im Herzen der Chorio enden die Stufen. Chorio heißt soviel wie Dorf. Dieser Ortsteil ist der Älteste der Insel. Hier werden die Gassen schmaler. Auch die Häuser werden kleiner und schmiegen sich eng aneinander, ist der Platz am steilen Berg hoch. Die Häuser in der Chorio, sind im Gegensatz zu denen entlang der Kali Strada im ägäischen Stil erbaut - würfelförmig angeordnet und weiß gestrichen. Mit einem Unterschied, denn im Gegensatz zu dem typisch ägäischen Stil haben alle Häuser ein Satteldach aus roten Ziegeln damit kein Tröpfchen Regenwasser, das im Winter aufs Dach fällt, verloren geht sondern durch gemauerte Regenrinnen seinen Weg in die Zisterne findet. Und damit das Dach auch als Zierde wirkt wurde der Giebel im neoklassizistischen Stil gemauert und hat fast immer das typisch symischen Ochsenauge verziert.
Bei der Erkundung der Oberstadt, entdeckt man 11 große prunkvolle Kirchen, aus dem 17 – 19 JH. Alle reichlich verziert mit kunstvollen Fresken und wertvollen Ikonen. In der Blütezeit der Insel bildete jedes dieser 11 Gotteshäuser den Mittelpunkt einer Gemeinde. Sie sind Zeugen des einstigen Reichtums der Insel. Heute werden die Gotteshäuser nur noch seltener besucht. Einige der Kirchen sind geschlossen. Aber auch die Kirchhöfe sind einen Besuch wert. Aus weißen und schwarzen ovalen Strandkieseln wurden geometrische Formen aber auch gegenständliche Figuren gelegt. Aber jede dieser Kirchen erstrahlt auch heute noch mindestens einen Tag im Jahr, in voller Pracht, dann wenn die jeweilige Kirche Kirchweihfest hat. Dann kommen die Frauen der Chorio zusammen um in der Kirche Hausputz, zu machen und sie für den Ehrentag erstrahlen, zu lassen.
Das Netzwerk aus engen Gassen, führt hinauf bis zum Castro, das einst hoch oben stolz thronte. Wenn sie es bis zum Gipfelkreuz schaffen werden sie mit einer unglaublich schönen Aussicht belohnt, einen Anblick, den sie sicher lange nicht vergessen werden. Sie sehen den Haupthafen mit seinen vielen Schiffen, rechts die tief geschlossene Bucht von Pedi, und dazwischen, auf einem Bergkamm, die 13 dicke runde Windmühlenruinen. Hinter ihnen im Bergsattel die Häuser der Chorio und dazwischen blinzeln die Kirchen mit ihren Glockentürmen über den Dächern auf. Von den Gebäuden der dicken Festung ist nichts mehr zu erkennen, aber die monumentalen Grundmauern zeugen von der Anwesenheit der mächtigen Festung welche die Kreuzritter Ihrer Zeit hier errichteten. In Innenhof der Burg befinden sich die Überreste der Marienkirche Kirche der Heiligen Jungfrau Panormitis. Man geht davon aus, das hier einst ein Athenen Tempel gestanden haben soll. Die Deutschen aber benutzten den sakralen Bau im 2. Weltkrieg als Munitionslager. Sie sprengten das gesamte Gebäude, vor ihrem Abzug, in die Luft. Historisch interessierte, sollten, bei einem Besuch von Chorio kommen es nicht verpassen einige weitere geschichtlich wertvolle Gebäude anzuschauen, die viel über die bewegte Vergangenheit der Insel aussagen.
Kali Strada ''Kali Strada" - das Wort ist halb griechisch und halb italienisch. Kali bedeutet auf Griechisch soviel wie gute und Strada ist italienisch für Straße. Diese führt vom Hafen Gialos zur Oberstadt Chorio, welches damals der Ort des Geschehens war. Einst waren diese über 500 steilen Stufen, die einzige Strasse, die hinauf nach Chorio führte. Dieser Ortsteil war lange Zeit der Hauptort der Insel, denn hoch oben war man geschützt vor angreifenden Piraten. Doch nachdem im letzten Drittel des vorletzten Jahrhunderts die Piraterie abnahm, trauten sich die Symiaker auch näher am Wasser zu bauen. So entstand diese Prachtstraße die das Bergdorf und den Hafen verbindet. Die unendlich scheinende Treppe ist gesäumt von prächtigen Herrenhäusern aus der neoklasssitischen Zeit. Zeugen des einstigen Reichtums der Insel. Heute sind viele dieser Häuser mit den meist hohen Räumen wunderschön restauriert. Sie sind verziert mit dicken, traditionellen Holztüren mit Messingtürklopfer und schön geformter Türklinke, Balkone mit schmiedeeisernen Gittern, Innenhöfe mit Mosaiken aus weißen und schwarzen Strandkieseln ( Koklaki) und Terrassen mit einzigartiger Aussicht auf den Hafen. Ein Teil der Häuser dagegen warten noch als Ruine auf einen Liebhaber der sie wieder aufbaut und sie zu neuem Leben erweckt. Diese Ruinen sind beliebte Anlageobjekte, von Griechenlandfans, die sich ihre ganz individuelle Villa um Laufe der Zeit restaurieren. Auch wenn es anstrengend ist, lohnt es sich die Kali Strada zumindest runter zu Fuß zu gehen, denn die typischen Häuser der Kali Strada, sollten sie sich nicht entgehen lassen um sich ein Bild der Insel damals und heute machen, zu können. Auf der Hälfte der Treppe befindet sich ein Cafe mit einer Aussichtsplattform, von wo sie einen phantastischen Ausblick über die Ortschaft Symi, den Hafen und weit auf die Ägäis hinaus haben. Für die meisten von Ihnen, wird es eine große Mühe sein,diese Stufen zu erklimmen. Umso peinlicher berührt werden sie sein, wenn sie von weitem, mit eiligen Schritt und mehreren augenscheinlichen schweren Einkaufstüten bepackt, eine aus ihrer Sicht, alte Frau, die Stufen hochspringen sehen. Aber machen sie sich nichts draus, das ist alles eine Sache der Übung und der Gewöhnung, wenn sie das schon ihr Leben lang tun würden... |
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