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OsternDas Osterfest ist für die griechisch-orthodoxen Christen das Fest der Feste. In den Tagen vom Palmsonntag bis Ostern finden viele Gottesdienste statt, die sehr beliebt bei den Gläubigen sind. Auch Menschen, die sonst seltener in die Kirche gehen, nehmen gerne an dem wichtigen Passionsgottesdienst, an der Großen-Freitags-Prozession (vgl. Karfreitags-Prozession) oder in der Auferstehungsliturgie teil. Die Kirchen sind voll, nicht nur die Kirchen auch die Vorplätze der Kirchen. Die Menschen sind zum einen traurig, aber zugleich froh: traurig wegen des Todes Christi, froh wegen der Auferstehung, die ihre Herzen mit neuer Hoffnung erfüllt. Etwas verwirrend, aber wahr ist, das in Griechenland Ostern nach dem Julianischen Kalender gefeiert wird, obwohl alle anderen Feiertage nach dem Gregorianischen Kalender zelebriert werden. Dafür hat man sich einst entschieden, um Ostern zusammen mit den anderen Autokephalen Orthodoxen Kirchen, die den Alten Kalender verwenden, feiern zu können. Einst hat das Konzil von Nizäa festgelegt, dass das christliche Osterfest am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Frühjahrstagundnachtgleiche gefeiert werden soll. Auch darf das christliche Osterfest nicht vor bzw. zusammen mit dem jüdischen Paschafest gefeiert werden, also am 14. des Monats Nissan. Fallen nach der obigen Bestimmung des Konzils das christliche Osterfest und das jüdische Paschafest zusammen, so muss das christliche Osterfest auf den ersten Sonntag nach dem zweiten Vollmonde verlegt werden. Bestimmend ist auf jeden Fall der Julianische Kalender. In dem Zeitraum von sieben Wochen vor Ostern wird von den Gläubigen Fasten verlangt, das zum Teil auch sehr streng sein kann. Die meisten Menschen fasten aber hauptsächlich während der ersten Fastenwoche, nach dem Karnevalsonntag, und in der Großen Woche, ähnlich der Karwoche
In dem „Epitaphios“, der Prozession des Großen Freitags (Karfreitag), wird das reich mit Blumen geschmückte Grab Christi, begleitet von einem Trauergottesdienstes, durch die Strassen während getragen. Eine große Menge von Christen nimmt daran teil. Gefastet wird an diesem Tag extreme streng. Außer Brot, Wasser und Salat ( ohne Öl und Gewürze) nehmen streng Gläubige von nun an bis Samstag Nacht nichts mehr zu sich. Die Osterliturgie findet in der Regel Samstagnacht statt. Diese ist die eindrucksvollste aller orthodoxen Feiern. Gegen Mitternacht gibt der Priester den Christen das Osterlicht, und kurz darauf nach dem Evangelium verkündet er die frohe Botschaft: „Christus ist auferstanden.“ Diese Botschaft geben dann die Christen untereinander weiter. Der eine sagt: „Christus ist auferstanden“, der andere antwortet: „Er ist wahrhaftig auferstanden.“ In einer Atmosphäre der großen Freude umarmt man sich, küsst man sich, und die Kerzen werden eine an der anderen angezündet. Man sagt, man solle seine Osterkerze brennend mit hach Hause bringen und ein Kreuz über seinem Türrahmen mit dem Russ zeichnen, das soll Glück für das kommende Jahr bringen. Wenn die Kerze von Wind oder anderen Luftzügen ausgeht, darf diese nur mittels einer anderen Kerze, mit dem Osterfeuer wieder angezündet werden. In viele Ortschaften, beginnt um 0.00 Uhr ein Großes Feuerwerk, zu Freuden der Auferstehung Christie.
Übrigens,
denjenigen, dessen Ei. Nach der Zeremonie, unzerbrochen bleibt, betrachtet man
als besonders gesegnet. ( Das Ei nicht aus der Tasche holen zahlt nicht. Am Ostersonntagvormittag versammelt man sich in der Kirche erneut zu einer Messe, um die Auferstehung und der Botschaft Christi zu feiern. Der Rest des Tages wird im familiären Kreis groß gefeiert. Man isst, man trinkt, man tanzt, man singt. Spezialität des Tages ist das Lamm. Wo es eine solche Gelegenheit gibt, brät man das ganze Lamm am Spieß. Auf Symi gibts zu Ostern eine spezielle, einmalige Attraktion, gleich vorneweg, nix für schreckhafte Gemüter... Es wird ein Wettbewerb ausgetragen: Wer verursacht durch Sprengungen mit Dynamit den lautesten Knall. Die Dynamitladungen werden in den umliegenden Bergen gezündet und durch die landschaftlichen Gegebenheiten wirkt die Akustik wie in einem übergroßen Amphitheater, was wirklich ohrenbetäubenden Lärm zur Folge hat. Geübt wird schon Tage im Voraus, wenn man nicht weiß, was hier abgeht, fühlt man sich wahrscheinlich wir mitten im Kriegsgebiet.
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