Alle Informationen zur romantischen Insel Symi/Griechenland

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Tourismus - die Einnahmequelle der Insel

Einst war die Insel Symi bis weit über die Grenzen der Dodekanese hinaus bekannt, für seine Schwammtaucherei. Aufzeichnungen belegen, dass auf Symi und anderen Inseln der Dodekanes, seit mehr als dreitausend Jahren nach Schwämmen getaucht wird. Die Helden Trojas sollen ihre Rüstungen von innen mit Schwämmen ausgepolstert haben. Auch am Hofe des Sultans wurden diese Schwämme genutzt. Die Frauen des Sultans sollen sich schon sich mit solchen Schwämmen gewaschen haben. Im 19ten Jahrhundert war die Schwammfischerei und deren Verarbeitung sehr angesagt. So brachten diese Meerestiere großen Wohlstand auf die kleine Insel.  Ca 30.000  Bewohner zählte die Insel damals. Ökologische, aber vor allem auch politische Gründe sowie später die Erfindung des synthetisch hergestellten Schwammes verursachten später das aus für die Schwammfischerei.

Ebenso bekannt wie die mutigen Schwammtaucher der Insel, die Werften. Aufzeichnungen zu Folge sollen auf Symi die schnellsten Segelboote des östlichen Mittelmeers, gebaut worden und nach ganz Europa und Kleinasien verkauft worden sein. So ist es auch zu erklären, warum Symi die besten und erfahrensten Seefahrer in dieser Zeit hervor gebracht hat. Damals zog es  zahlreiche Menschen von anderen Inseln hierher um im Schiffsbau, zu arbeiten.

Um die Jahrhundertwende, mit der Eroberung der Inselgruppe der Dodekanes  von den Italienern, ging die Blütezeit Symis zu Ende. Einen Teil Schuld an der wirtschaftlichen Niederlage trugen die neuen Dampfschiffe, die schon bald die Meere eroberten. Ein anderer Aspekt war die Herstellung synthetischer Schwämme. Nach dem weder der Schiffbau noch die Schwammtaucherei gefragt waren, blieben die Einnahmen der  beiden wirtschaftlich stärksten Quellen aus.  Nach Jahrhunderte langer Blüte begann das Leben auf der kleinen Insel, zu stagnieren. Die Bewohner der Insel konnten nur vom dritten  wirtschaftliche Standbein, der Fischerei und der Landwirtschaft nicht überleben. Und so wanderten mehr als 85% der Symiaker aus um in der Ferne zu arbeiten und ihre Familien zu ernähren. 

Erst ca. 70 Jahre später, Mitte der  80-ziger Jahre kamen die ersten Familien Symis wieder zurück, denn in der Zeit hatte sich ein neuer Wirtschaftszweig, der Tourismus aufgetan. Etliche Familien kehrten aus der Ferne wieder nach Hause und investierten ihr mühsam Erspartes in den wirtschaftlichen Aufschwung, der Insel. Mit zunehmendem Tourismus wurden einige kleine Hotels und Appartementanlagen gebaut, Bars, Restaurants und Souvenirgeschäfte wurden eröffnet. Die kleine Insel erwachte zu neuem Leben. Zunächst hatte Symi fast keine eigenen Touristen sondern vor allem Ausflugsschiffe, die  von Rhodos kamen.  Heute ist die Insel eine beliebte Urlaubsdestination geworden. Symi ist jedoch keine dieser überfüllten Resorts, mit Bettenburgen und Partymeilen für die Jungen geworden. Der sanfte Tourismus, lässt es hier beschaulich zugehen. Nur zwischen 11.00 Uhr und 16.00, fliehen die Symiurlauber vom Hafen in die kleinen Buchten um den Tagestouristen von Rhodos zu entfliehen. Wenn die Schiffe wieder in Richtung Rhodos gestartet sind, kehrt auf Symi wieder Ruhe ein. Spätestens wenn die Sonne untergegangen ist, die Sterne und der Mond über der Insel strahlen, dann kommen die Semiurlauber aus allen Ecken um sich in den Restaurants, Bars und Clubs verwöhnen, zu lassen.  

Heute stellt der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Symiaker dar. Die Insel Symi hat ihren ganz persoenlichen Stil des Tourismus gefunden. Obwohl die Insel sehr klein ist und der größte Teil des Geschehens in Gialos rund um den Hafen stattfindet, muss man als Urlauber auf nichts verzichten. Touristen, welche die absolute Ruhe suchen, werden diese auf Symi sicher finden. Sportlich Ambitionierte (Wandern, Klettern, Schwimmen) oder Urlauber die Action brauchen, werden auch das auf Symi finden. Man kann in einem Wallfahrtskloster übernachteten oder bei einem Sternekoch schlemmen. Man kann die Nacht durchtanzen oder seine Seele in einer der kleinen Tavernen am Hafen baumeln lassen. Es gibt keine riesigen Hotelkomplexe und erst recht keine Luxushotels. Es gibt hier keine außergewöhnliche Shoppingmeile, diese beschränkt sich vielleicht auf 3 - 4 Geschäfte und schon gar keine Inn-Diskotheken, dennoch  ist die “Schickimicky-Scene“ auf Symi zuhause. Vor allem unter Jachtbesitzern zählt die kleine Insel, seit einigen Jahren,  mit ihren ausgezeichneten Köchen, den teils menschenleeren Stränden und dem traditionellen griechischen Flair, als ein absoluter  Geheimtipp. Hier treffen  sich Royals, Prominenz aus Politik, Stars und Sternchen  und alles was Rang und Namen hat. Hier sitzen Minister neben ganz normalen Leuten wie Du und ich und geniessen ihr Essen.  Hier ist ... einfach Symi. Wen Symi einmal in seinen Bann gezogen hat, der kommt immer wieder.

Viele Häuser, die einst verlassen wurden, sind im Laufe der Zeit verfallen und stehen heute nur noch als Ruinen entlang der schmalen Gassen.  Ein Teil der Gebäude, wurde mit zunehmendem Tourismus, zu  Feriendomizilen, Ladenlokalen, Bars oder Restaurants ausgebaut. Hier zischen Ruinen und Erinnerungen, hat sich ein weiterer  wichtiger Wirtschaftsfaktor der Insel, entwickelt.  Binnen des letzten Jahrzehnts haben nicht nur Insulaner, sondern auch viele Ausländer festgestellt, das es eine gute Wertanlage ist, sich eine der antiken Villen in Chorio oder entlang der Kali Strada, zu kaufen. Das Imobiliengeschäft auf der Insel war geboren. Es wurden einige Firmen gegründet, die mit Immobilien und Grundstücken handeln. Zur gleichen Zeit spezialisierten sich einige kleine Handwerksbetriebe auf die Renovierung und Restaurierung der Patriziervillen. Mit Zunahme der Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten der Insel hat sich ein weiterer neuer-alter Berufszweig aufgetan. Viele der Grundstücke und Gebäude sind nur mittels Esel erreichbar. Hier versagt die moderne Technik, denn kein Lastwagen, kein Bagger oder Kran kommen hier her. So ist es in den letzten Jahren modern geworden Esel zu züchten, und Eselherden zu halten um die Baumaterialien zu den gewünschten Objekten, zu bringen.

Bei deren Herrichtung gibt es einige Richtlinien, bezüglich Außenfassade, Farben etc., an die man sich halten muss. Damit soll das Bild der Insel erhalten bleiben. Hält man sich nicht an die traditionellen Fassaden, so bekommt man keinen Strom. Bis in die heutige Zeit einige der traditionellen Berufe erhalten geblieben. So braucht man heute wieder  Handwerker wie Steinmetz oder  Schreiner, um die Häuser herzurichten. Es sind auch noch einige  übrig geblieben, auch wenn sie mehr Schiffe reparieren als bauen. Es gibt sogar noch eine alte Glockengießerei. Diese wurde 1865 gegründet und wird heute in der 5. Generation betrieben. Die 6. Generation ist auch schon bereit, den Familienbetrieb, zu übernehmen.

Landwirtschaft wird auch heute noch auf der Insel betrieben. Da der  Boden nicht sehr fruchtbar und Wasser während der heißen Sommermonate auch nicht vorhanden ist, gibt es nicht viele Möglichkeiten Landwirtschaft zu betreiben. So beschränken sich hiesige Landwirte hauptsächlich auf Oliven, Ziegenhaltung und frische Kräuter trocknen und diese Touristen zum Verkauf anbieten. Die meisten Landwirte der Insel haben schon vor Jahren gemerkt, das der Tourismus wesentlich lukrativer ist und arbeiten entweder in Betrieben, die mit dem Tourismus, zu tun haben oder haben selber Zimmer, zu vermieten.

Ähnlich geht da den Fischern der Insel. Sie fahren tagtäglich raus, aber richtig gewinnbringend ist das schon lange nicht mehr. Mitte des letzten Jahrhunderts wurden die Meere leergefischt. Einige fischten mit Hilfe von Dynamit. Man hoffte mit diesem Hilfsmittel einen grossen Fang mit nach Hause, zu bringen... -  Die Gesetze haben sich zwar geändert, doch die Folgen sind bis heute, zu spüren. Wenn es Abend wird, dann können sie die Fischer sehen, die vom Meer zurück kommen und im Hafen ihre Netze flicken. Einige Ihre Boote sehen aus, wie kleine Schatzkästchen aus. Jedoch, bei naeherm hinschauen, bemerken sie, das diese Boote immer noch in Gebrauch sind.  

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